Mit dem „Gasthaus Alte Nikolaischule“ am Nikolaikirchhof 2 in Leipzig fing alles an. Seither ist es ein touristischer Magnet mit saisonaler, traditionell sächsischer und hausgemachter frischer Küche. Neben dem klassischen Betreiben der Restaurant- und Caferäume im Erdgeschoss erfreuen sich hochwertige Veranstaltungen mit ebensolchen Menüs in der Aula im 2. Obergeschoss des Hauses großer Beliebtheit und unterstreichen nochmals die Qualität des Hauses in allen Belangen. Der regelmäßig erscheinende „Nikolaibote“, welcher im passenden historischen Design und Inhalt über kulturelle Themen der vergangenen und aktuellen Geschichte des Hauses und der Stadt informiert, unterstützt das Leitbild einer historisch angehauchten aber nicht verstaubten Gastronomie, welche eben auch über den Rand der Gläser und Teller hinausschaut.

 

 
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Nikolaibote

Der Nikolaibote

 

Wir plaudern in unserer kleinen, aber feinen Gasthauszeitung aus dem alten und neuen Nähkästchen, stellen interessante Menschen, Projekte und Objekte vor. Trotz aktueller Themen versuchen wir, den Boten so historisch wie nur irgendwie möglich zu gestalten, nicht allein aus diesem Grund verzichten wir auf farbigen Druck und den Einsatz neuer deutscher Rechtschreibregeln. Wir hoffen, wir sehen dabei nicht alt aus… Der „Nikolaibote“ erscheint viermal jährlich, liegt zum Schmökern und kostenloser Mitnahme im Gasthaus aus und ist nach Fertigstellung jederzeit auch im Internet verfügbar.

 

www.nikolaibote.de

 

Die Alte Nikolaischule –
ein Haus mit Geschichte(n)

 

Die alte Nikolaischule wurde 1511/12 als erste Leipziger Stadtschule errichtet. Nach Umbau und Erweiterung des Gebäudes standen den Knaben vom 17. bis 19. Jahrhundert nur vier Schulstuben zum Unterricht zur Verfügung. Sie waren im Erdgeschoß und im dritten Stockwerk eingerichtet, während der Rektor mit seiner Familie die gesamte erste Etage bewohnte. Eine Schulaula ebenso wie der bis dahin noch gänzlich fehlende Karzer standen erst seit 1827 mit der Anbindung des benachbarten Eckhauses zur Verfügung. Zu den berühmten Nikolaitanern (Schüler der Nikolaischule) gehörten im 17. JahrhundertGottfried Wilhelm Leibniz und Christian Thomasius, im 18. Jahrhundert Johann Gottfried Seume und von 1828 bis 1830 der in Leipzig geborene Richard Wagner. Sie wurden von bedeutenden Zeitgeistern unterrichtet, die als Schola Nicolaitana nicht selten an der benachbarten Universität zusätzlich ein Lehramt begleiteten.

Zu den heutigen Räumen des Gasthauses »Alte Nikolaischule« zählt das ehemals geräumigste Klassenzimmer im Erdgeschoß links des Haupteinganges, das bis 1827 in Ermangelung eines Schulsaales auch als Auditorium für öffentliche Veranstaltungen, für Examen und als Rednersaal genutzt wurde. Bibelinschriften auf den Wandflächen und verzierten Natursteinkonsolen gehörten neben einer schlichten Holzdecke zur bescheidenen Ausstattung der Schulstube. Die Möblierung dieses sogenannten Großen Auditoriums beschränkte sich Ende des 18. Jahrhunderts auf zwei Schränke, drei schwarze Schreibtafeln, fünf Tafeltische und entsprechend lange Bänke. Nach einer Beschreibung des Magisters Friedrich Gottlob Hoffmann wurde um 1840 hier die sechste Klasse unterrichtet, aber »auch die allgemeinen Gebet- und Redeübungen gehalten«. 1872 zog das Nikolaigymnasium in ein neues Gebäude.

Im Anschluß wurden die Räumlichkeiten von der Stadt an die Volksbibliothek, die Königlichen Baugewerkeschule und die Sanitätswache der Samariter vermietet. Die Erdgeschoßstube wurde in der Folgezeit als Amtsstube genutzt. Von 1890 bis 1896 befand sich hier die Geschäftsstelle der »Gemeinsamen Ortskrankenkasse für Leipzig und Umgegend«. Ab 1897 war die Erste Leipziger Sanitätswache des Samaritervereins untergebracht. Zu Schulzeiten wurde die fünfte Klasse wurde im so genannten kleinen Auditorium rechts des Einganges unterrichtet. Die Arkaden waren dem Raum erst 1907 mit Einrichten der Königlichen Garnisonshauptwache vorgeblendet worden. Das alte Klassenzimmer erhielt dabei eine völlig neue Gestalt. Die Erdgeschoßgewölbe im westlichen Gebäudeteil wurden nicht für Schulzwecke genutzt. Der Städtische Rat vermiete sie im 18. Jahrhundert als Kaufgewölbe, seit 1816 auch als Messelokale. 1858 war zu diesem Zweck die Erdgeschoßzone des gesamten Eckhauses mit Schaufenster geöffnet worden. Im Zusammenhang mit der Umnutzung des gesamten Gebäudes nach dem Auszug der Nikolaischule mietete die Erste Leipziger Polizeiwache diese Räume. Seit 1953 gehörte das Gebäude zur Universität und wurde in den siebziger Jahren von der Handelshochschule genutzt. Aufgrund des starken Verfalls des Gebäudes wurde es 1976 gesperrt.  

1990 bemühte sich die neu gegründete Kulturstiftung Leipzig um eine Rettung der Alten Nikolaischule. Im Ergebnis wurde das alte Schulhaus von 1991 bis 1994 mittels einer 10-Millionen-D-Mark-Spende der Stadt Frankfurt / Main und sächsischen Denkmalfördermitteln saniert und konnte im September 1994 wiedereröffnet werden. Die Sanierung wurde mit dem ersten Archtitekturpreis der Architektenkammer Sachsen in der Kategorie »Umnutzung und Ergänzung historischer Bauten« ausgezeichnet. 

Damit entstand in der Leipziger Innenstadt ein neues kulturgeschichtliches Ausflugsziel. Hier fanden die Kulturstiftung Leipzig, das Antikenmuseum der Universität sowie die 2013 eröffnete Richard-Wagner-Ausstellung ihren Sitz. Das hier ansässige Gasthaus »Alte Nikolaischule« ist inzwischen eines der bekanntesten Leipziger Restaurants. 

 

 

Kontakt

Gasthaus „Alte Nikolaischule“

Nikolaikirchhof 2

04109 Leipzig

Telefon 0341.2118511

Fax 0341.2118512

 

Öffnungszeiten täglich ab 11 Uhr, open end



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04229 Leipzig

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